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News | Markt- und Bauwirtschaft
26.10.2022

Deutlich weniger Baugenehmigungen erteilt

Die Zahl genehmigter Wohnungen lag von Januar bis August 2022 um 3,0 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Baugenehmigungen im Neubau sanken von Januar bis August 2022 um 15,8 % bei Einfamilienhäusern und um 2,8 % bei Mehrfamilienhäusern.

Im August 2022 wurde in Deutschland der Bau von 28 180 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 9,4 % oder 2 934 Baugenehmigungen weniger als im August 2021. Von Januar bis August 2022 wurden damit insgesamt 244 605 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt – dies waren 3,0 % oder 7 624 weniger als im Vorjahreszeitraum (Januar bis August 2021: 252 229). In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis August 2022 insgesamt 211 636 Wohnungen genehmigt. Das waren 3,0 % oder 6 622 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum.

Dabei ging die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 15,8 % (-10 374) auf 55 260 zurück. Hier ist allerdings der Basiseffekt infolge des Auslaufens des Baukindergeldes im Vorjahr zu berücksichtigen. So konnten Familien mit Kindern die staatliche Fördermaßnahme beantragen, wenn sie bis Ende März 2021 eine Baugenehmigung für selbst genutztes Wohneigentum vorliegen hatten. Das Baukindergeld trug dazu bei, dass allein im Zeitraum von Januar bis März 2021 fast 7 400 Einfamilienhäuser mehr genehmigt worden waren als in den ersten drei Monaten des Jahres 2022.

Bei den Zweifamilienhäusern ging die Zahl genehmigter Wohnungen von Januar bis August 2022 um 2,8 % (-612) auf 21 176 Wohnungen zurück. Bei den Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 5,2 %, also um 6 454 Wohnungen auf 130 746 Wohnungen.

Weitere Informationen:

Detaillierte Daten und lange Zeitreihen zu den Baugenehmigungen sowie zum Bauüberhang können über die Tabellen 31111 sowie die Tabelle 31131 in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

(Quelle:Statistisches Bundesamt)