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28.07.2026

Mieterschutz ersetzt keine Angebotspolitik!

Der neue IW-Wohnindex aus dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) zeigt einmal mehr, wie angespannt der Mietmarkt inzwischen ist: Die Angebotsmieten in Deutschland steigen weiter deutlich. Gleichzeitig ist das sichtbare Mietangebot in vielen Großstädten seit Anfang 2022 massiv zurückgegangen.

Mieterschutz ersetzt keine Angebotspolitik
Der IW-Wohnindex zeigt ein rückläufiges sichtbares Mietangebot in vielen Großstädten. Für eine Entspannung des Mietmarkts bleibt zusätzlicher Neubau zentral. Foto: Kimm GmbH & Co. KG

In Hamburg werden laut der Autoren Prof. Michael Voigtländer und Dr. Pekka Sagner aktuell rund 57 Prozent weniger Mietwohnungen inseriert als Anfang 2022. In Frankfurt am Main sind es rund 43 Prozent weniger, in Leipzig rund 40 Prozent.

Das ist mehr als eine Preisfrage.

Wenn weniger Wohnungen auf den Markt kommen, geraten Suchende stärker unter Druck. Hohe Neuvertragsmieten senken die Umzugsbereitschaft. Wer eine bezahlbare Bestandsmiete hat, bleibt eher dort, auch wenn die Wohnung nicht mehr zur Lebenssituation passt. So wird vorhandener Wohnraum schlechter mobilisiert und der Druck auf den Neuvertragsmarkt steigt weiter.

Die politische Debatte darf deshalb nicht bei Mietbegrenzung stehen bleiben.

Der IW-Wohnindex (Q2/2026) zum Download 

Mieterschutz ist zweifelsfrei notwendig. Aber dauerhaft entspannen lässt sich der Wohnungsmarkt nur, wenn wieder mehr bezahlbarer Wohnraum entsteht und der Markt insgesamt beweglicher wird.

Dafür braucht Deutschland zusätzlichen Neubau: wirtschaftlich tragfähig, bedarfsgerecht, in der Breite umsetzbar – und vor allem dort, wo die Knappheit am größten ist.

Kalksandstein ist im mehrgeschossigen Wohnungsbau seit vielen Jahren ein bewährter Bestandteil solcher Lösungen: planbar, regional verfügbar und leistungsfähig bei Schallschutz, Brandschutz und Tragfähigkeit.