Serielles Bauen wird nicht über den Baustoff definiert!
Der Bund will schnelleres und kostengünstigeres Bauen stärker fördern. Im Aktionsplan zur Senkung der Baukosten ist dafür ein Bonussystem vorgesehen: Wer mit seriellen und modularen Verfahren Bauzeit und Kosten reduziert, soll künftig profitieren.
Auch die Bauministerkonferenz will beim Wohnungsbau stärker auf die Skalierung serieller, modularer und systemischer Verfahren setzen.
Für Bauunternehmen und Baustoffindustrie ist dabei entscheidend, wie eng „seriell“ am Ende definiert wird.
Auch mit Kalksandstein wird seit Jahren standardisiert gebaut. Steinformate sind definiert, großformatige Elemente werden werkseitig vorbereitet, Wandbausätze objektbezogen zusammengestellt und Planungsdaten digital verarbeitet. Auf der Baustelle geht es dann um das, worauf es beim Wohnungsbau ankommt: kurze Abläufe, sichere Planung und wiederholbare Lösungen. Wir sprechen hierbei vom modularen Systembau.
Unsere Mitglieder investieren dafür in Maschinen, Software und Produktionsprozesse. Solche Investitionen rechnen sich über Jahre und nur dann, wenn diese Verfahren auch in künftigen Förderprogrammen eine faire Chance haben. Deshalb sollte der Bonus dort ansetzen, wo der Nutzen entsteht: bei kürzeren Bauzeiten, niedrigeren Kosten und verlässlicher Qualität.
Entscheidend ist am Ende immer das Ergebnis auf der Baustelle. Wie dieses erreicht wird, sollte den ausführenden Unternehmen überlassen bleiben.
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